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IG Metall Pforzheim

IG Metall Geschäftsstelle Pforzheim



Ausbildungsplatzsuche: So klappt's

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26.08.2019 Jetzt noch freie Ausbildungsplätze finden - Der Ausbildungsstart im September rückt näher. Jugendliche, die noch keine Stelle haben, sollten sich daher beeilen.

Wir zeigen Euch, welche Wege zum Ausbildungsplatz führen.

Viele Ausbildungsplätze sind bereits vergeben. Wo können sich Bewerberinnen und Bewerber über noch offene Stellen informieren?
Erste Anlaufstelle ist die Arbeitsagentur. Vor Ort berät sie und vermittelt Ausbildungsstellen. Wie die Bundesagentur für Arbeit Anfang August mitgeteilt hatte, waren im Juli noch rund 207 200 unbesetzteAusbildungsstellen zu vermitteln. Rein rechnerisch gab es 35 200 mehr Lehrstellen als Bewerber. Gerade weniger große Unternehmen in ländlichen Gebieten suchen nach Nachwuchskräften. Oft ist es sinnvoll, überregionalnach einer Stelle Ausschau zu halten. Auch das Berufsinformationszentrum (BIZ) der Arbeitsagentur berät Jugendliche zu ihrem Ausbildungswunsch.

Wo gibt es eine Übersicht über offene Ausbildungsstellen?
Die Arbeitsagentur stellt auf ihrer Jobbörse das Angebot zusammen, aufgeschlüsselt in verschiedene Branchen. In der Onlinedatenbank können Ausbildungssuchende ein Profil veröffentlichen und eine Bewerbungsmappeerstellen. Neben der klassischen Browserversion gibt es die Jobbörse auch als App für Android-Smartphones und i-Phones. Auch die Kammern bieten online Lehrstellenbörsen an.

Bringt es Vorteile, sich bei der Agentur für Arbeit zu melden?
Ja, die Meldung bei der Arbeitsagentur bringt Vorteile bei der Rente. Die Zeit der Ausbildungsplatzsuche kann als sogenannte Anrechnungszeit in der Rentenversicherung berücksichtigt werden. Damit lassen sich späterRentenansprüche begründen. Voraussetzung ist, dass Schulabgänger mindestens 17 Jahre alt sind und sich bei der Agentur für Arbeit mindestens einen Kalendermonat lang ausbildungsplatzsuchend melden. Dabei spielt eskeine Rolle, ob sie einen Schulabschluss haben oder finanzielle Unterstützung von der Agentur für Arbeit erhalten.

Ab einem Alter von 25 Jahren gibt es eine Einschränkung: Die Ausbildungsplatzsuche wird dann nur berücksichtigt, wenn man unmittelbar zuvor entweder Wehr- beziehungsweise Bundesfreiwilligendienst geleistet oder gearbeitet unddafür Rentenbeiträge gezahlt hat.

Welcher Weg führt noch zum freien Ausbildungsplatz?
Wer weiß, welchen Beruf er anstreben möchte, kann sich direkt bei Betrieben melden und nach einer Ausbildungsmöglichkeit fragen. Bewerber sollten sich beeilen, um vor dem Start im September unterzukommen. Auch beiAusbildungsmessen und -börsen können Jugendliche auf Firmenvertreter zugehen.

Worauf sollten Bewerber bei einer Ausbildungsstelle nach Möglichkeit achten?
Wichtig sind spezielle Ausbilder, die sich kümmern und an die Ausbildungsrahmenpläne halten. Ein guter Ausbildungsbetrieb hat einen Betriebsrat sowie Jugend- und Auszubildendenvertretung. Wir wissen, in welchen Betrieben guteBedingungen herrschen.

Was bringen den Auszubildenden Tarifverträge?
Mit IG Metall-Tarifvertrag gibt es bis zu 1000 Euro im Monat oder mehr. Wenn in Deinem Betrieb ein Tarifvertrag der IG Metall gilt, erhalten beispielsweise Auszubildende in der Metall- und Elektroindustrie in der Regel schon im erstenJahr über 1000 Euro. In Sachsen sind es zum Beispiel 1007 Euro, in Baden-Württemberg 1037 Euro. In anderen Branchen, wie der Textil-, der Holz- und Kunststoffindustrie oder im Kfz-Handwerk, liegen die tariflichenVergütungen meist zwischen 700 und 900 Euro, wie eine Erhebung des WSI-Tarifarchivs zeigt. In Tarifverträgen sind Regelungen zu guten Ausbildungsbedingungen festgeschrieben. Selbst wenn ein Betrieb tarifgebunden ist, habenBeschäftigte auf die tariflich vereinbarten Leistungen aber nur dann einen verbindlichen Rechtsanspruch, wenn sie Mitglied der Gewerkschaft sind, die den Tarifvertrag abgeschlossen hat.

Welche Möglichkeiten gibt es für Bewerberinnen und Bewerber mit Problemen?
Junge Menschen, denen der Einstieg in eine Ausbildung schwerfällt, können durch die assistierte Ausbildung individuelle Unterstützung bekommen. Das Besondere: Auch der Betrieb wird vor und während der Ausbildungintensiv begleitet. Ein Bildungsträger bietet als dritter Partner in der Ausbildung allen Beteiligten Dienstleistungen an. Die Unterstützung wird flexibel gestaltet und individuell an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst.

Wer in der Berufsschule oder im Betrieb nicht mitkommt, kann bei der Arbeitsagentur auch ausbildungsbegleitende Hilfen beantragen. Der Umfang der Hilfe wird individuell zugeschnitten. Unterstützung gibt es durch einenBildungsträger, der einen persönlichen Förderplan ausarbeitet.

Was ist, wenn es bis September nicht mit einem Ausbildungsplatz klappt?
Nicht den Kopf in den Sand stecken. Für Nachzügler gibt es von der Arbeitsagentur eine Nachvermittlung, in Pforzheim ist unter Umständen auch ein Platz im Förderjahr möglich. Auch hierzu gibt die Arbeitsagentur Auskunft.

Letzte Änderung: 23.08.2019


Adresse:

IG Metall Pforzheim | Jörg-Ratgeb-Straße 23 | D-75173 Pforzheim
Telefon: +49 (7231) 1570-0 | Telefax: +49 (7231) 1570-50 | | Web: www.pforzheim.igm.de

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