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IG Metall Pforzheim

IG Metall Geschäftsstelle Pforzheim



Antikriegstag 1. September 2010

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01.09.2010 Nie wieder Krieg ! Nie wieder Faschismus! Keine Auslandseinsätze!

Gewerkschafter legen Kranz am "Denkmal für die Opfer des Nazi-Regimes" auf dem Pforzheimer Friedhof nieder.

Waffen schaffen keinen Frieden, keine Demokratie, keine Sicherheit und keine Gerechtigkeit, so der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Martin Kunzmann anlässlich des Gedenktages.
Die Menschen in Afghanistan erfahren das jeden Tag. Der dortige Krieg ist mit militärischen Mitteln nicht zu gewinnen. Lange geheim gehaltene Papiere belegen, wie schmutzig er ist und wie viele zivile Opfer er bereits gefordert hat. Die schlimmsten Befürchtungen wurden übertroffen.
Kunzmann fordert deswegen mit allem Nachdruck den Bundeswehreinsatz schnellstmöglich zu beenden und Afghanistan beim Aufbau einer Zivilgesellschaft zu unterstützen. Dazu gehört dringend die Unterstützung der afghanischen Frauen sowie der ländlichen Bevölkerung. Frauen und Kinder brauchen Schutz, die Landbevölkerung nachhaltige Alternativen zum immer noch viel zu gewinnträchtigen Mohnanbau.
Der Gewerkschafter will, den Umbau der Bundeswehr zur weltweit aktiven Interventionsarmee stoppen und an der Wehrpflicht festhalten. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass das Leitbild des "Staatsbürgers in Uniform" erhalten werden kann, so Kunzmann. Eine faktische Abschaffung der Wehrpflicht ohne breite gesellschaftliche Debatte lehnen die Gewerkschaften entschieden ab.
Das Leiden von Millionen Menschen auf allen Kontinenten dauert an. Iran, Irak, Gazastreifen, Liberia, Sudan, Elfenbeinküste, Nigeria, Tadschikistan, Nordkaukasus, Nordkorea, Kolumbien, Mexiko sind nur einige der Brennpunkte. Konflikte, Krisen und Kriege werden nur vermieden, wenn die Verteilung von Wohlstand in und zwischen Staaten gerechter wird. Die Weltfinanz- und -wirtschaftskrise hat die Ungleichheit weiter verschärft. Eine ganze Generation ist um ihre Zukunft gebracht.
Die Weltwirtschaftskrise hat nach Auffassung des Gewerkschafters auch die Ernährungskrise weiter verschärft, weil mancherorts ausländische Direktinvestitionen geringer wurden oder ganz wegfielen oder wegen der geschrumpften Budgets der Entwicklungszusammenarbeit und des Handels.
Armuts-, Ernährungs- und Klimakrise sind ungelöst und werden immer mehr Kriege um Ressourcen und mithin mehr Elend nach sich ziehen. Nur Freiheit, Demokratie und Gerechtigkeit, der Kampf gegen Durst, Hunger und Ausbeutung sowie das Streiten für sozialen Fortschritt, gerechte Verteilung und Gewerkschaftsrechte können dauerhaften Frieden schaffen. Sie sind die Grundlagen für eine friedlichere Welt und eine gerechtere Wirtschaftsordnung, dies in den Vordergrund der politischen Debatte zu stellen ist dem Gewerkschafter wichtig.
Bei der Abrüstung hat es auch gute Nachrichten gegeben. Ein Erfolg ist das Abkommen zum Verbot von Streubomben, die zu besonders verheerenden zivilen Opfern führen. Es ist vor wenigen Wochen in Kraft getreten. Und wenn die Staatengemeinschaft das Projekt "Kernwaffenfreie Zone Nahost" auf ihre Agenda gesetzt hat, ist das nur zu begrüßen - schließlich ist diese Region besonders konfliktreich. Somit bleibt unsere alte Forderung: Frieden schaffen ohne Waffen! Denn die Gefahr durch die Verbreitung von Atomwaffen ist nicht gebannt. Iran und Nordkorea setzen ungeachtet aller internationalen Appelle und Sanktionen ihre Aufrüstungsprogramme fort. Schließlich fordern wir die Bundesregierung auf, endlich den Abzug der verbliebenen Atomwaffen aus Deutschland herbeizuführen so Kunzmann.
Nach den Erfahrungen von Krieg und Faschismus fordert die IG Metall mit allem Nachdruck ein Verbot der NPD. Denn die Nazis werden immer perfider, ihre Tarnung wird besser, die Gerichte verbieten ihre Veranstaltungen nicht. Alte und neue Nazis dürfen keinen Platz haben in unserem Land!
Wie wichtig es ist den alten und neuen Nazis entgegenzutreten, erleben gerade wir Pforzheimer an jedem 23. Februar des Jahres wenn dieses brauen Horden versuchen den Bombenangriff aus dem Jahr 1945 für ihre niederträchtigen und menschenverachtenden Ansichten zu missbrauchen so der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Pforzheim.

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Letzte Änderung: 01.09.2010


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Telefon: +49 (7231) 1570-0 | Telefax: +49 (7231) 1570-50 | | Web: www.pforzheim.igm.de

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