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IG Metall Pforzheim

IG Metall Geschäftsstelle Pforzheim



Gemeinsam für ein gutes Leben

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10.07.2009 Die Menschen fordern Sicherheit und Gerechtigkeit

Pforzheim 10. Juli 2009 - Die Bevöllkerung entfernt sich zunehmend von den Erwartungen der Bevöllkerung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung der IG Metall von 450 00 Menschen. In Pforzheim und im Enzkreis beteiligten sich rund 2000 Personen an der Umfrage. "Die Menschen haben eine klare Vorstellung, was ihnen wichtig ist und was sich in Deutschland ändern muss," sagte der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Martin Kunzmann am 10. Juli 2009 . "So wenig Zutrauen die Menschen in die Politik haben, so sehr vertrauen sie darauf, dass die IG Metall ihren Ängsten und Sorgen, aber auch ihren Anforderungen an die Politik eine unüberhörbare Stimme verleiht. Sie fordern von der Politik nachhaltige Entscheidungen für die Mehrheit der Menschen. Die Befragten wollen sichere Arbeitsplätze mit fairen Bedingungen, eine gerechte Gesellschaft, in der sich Arbeit und Leben besser miteinander vereinbaren lassen. Ebenso wichtig ist ihnen eine gute Zukunft für ihre Kinder und dass sie im Alter sorgenfrei leben können." Dies gilt ganz besonders für die Stadt Pforzheim in der die Arbeitslosenzahl mit einer Zunahme von über 50% bezogen auf den Vorjahresmonat. Hier sind neben den politisch Verantwortlichen in Bund und Land auch die lokalen Akteure gefordert strukturpolitisch zu handeln und positive Aktente für Beschäftigung zu setzen.

Die Befragung sei kein Selbstzweck, betonte Kunzmann. Die IG Metall werde die Bundestagskandidaten und Parteienvertreter im Enzkreis mit den Ergebnissen konfrontieren und auffordern: "Macht Politik für die Mehrheit der Menschen! Wir werden die Parteien fragen, was ändert ihr nach der Bundestagswahl am 27. September?" Viel zu lang schon orientiere sich die Politik an den Interessen der Banken und der Wirtschaft. Die aktuelle Krise zeige deutlich, dass zugunsten der Gier einiger Weniger immer noch die Kerninteressen der Menschen geopfert würden. Dem stelle die IG Metall mit der Kampagne "Gemeinsam für ein gutes Leben" ein neues Politikmodell entgegen. "Die zentralen Interessen der Menschen müssen wieder Grundlage für politische Entscheidungen werden", sagte Kunzmann.

Bei der Befragung standen die Themen Arbeit und Einkommen, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Bildung, Mitbestimmung, Mindestlohn und Leiharbeit im Vordergrund. "Die vielen Gespräche in den Betrieben, auf der Straße und bei Aktionen haben gezeigt: Wir haben die richtigen Fragen gestellt, wir sind nah dran an den Menschen und legitimiert, für sie zu sprechen", so Kunzmann.

Die Ergebnisse der Befragung belegen, wie wichtig es den Menschen ist, dass es gerecht zugeht in der Gesellschaft. Die materielle Sicherheit bei Arbeitslosigkeit und Krankheit (79 Prozent) und die Einführung von Mindestlöhnen (78 Prozent) stehen dabei im Vordergrund. Und für 72 Prozent der Befragten gehört dazu eine wirksame Regulierung der Finanzmärkte. Zugleich ist für die Menschen sichere und faire Arbeit von hoher Wichtigkeit. 89 Prozent der Befragten fordern einen sicheren Arbeitsplatz und ein Einkommen, von dem man gut leben kann (83 Prozent). Bei Leiharbeit fordern 77 Prozent gleiches Geld für gleiche Arbeit.

Zugleich hat Sicherheit im Alter einen hohen Stellenwert. 81 Prozent der Befragten erteilen der Rente mit 67 eine klare Absage. 73 Prozent fordern eine gerechte Rentenversicherung, in die auch Selbstständige und Beamte einzahlen sollen. Außerdem ist den Menschen wichtig, Arbeit und Leben besser miteinander vereinbaren zu können. Abgesichert sein, eine Zukunft planen können, das wollen 80 Prozent der Befragten. 77 Prozent fordern ausreichend Zeit für Familie und private Interessen, 62 Prozent vermissen eine Verbesserung der Kinderbetreuung. Und sie wollen eine gute Zukunft für ihre Kinder: Dazu gehört für 74 Prozent die Pflicht der Unternehmen, ausreichend qualifizierte Ausbildungsplätze zu schaffen. 71 Prozent fordern eine bessere Ausstattung von Kindergärten, Schulen und Hochschulen und 70 Prozent wollen eine gerechtere Verteilung von Bildungschancen. Auch Umweltschutz ist ein Thema. Hier fordern 60 Prozent der Befragten deutliche Verbesserungen.

Letzte Änderung: 10.07.2009


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