Gute Arbeitsbedingungen ...

IG Metall Gewerkschaftstag 2011: Kurswechsel: Gemeinsam fuer ein Gutes Leben

20.02.2018 ... fallen leider nicht vom Himmel

Dafür müssen Beschäftigte selbst etwas tun.

Arbeitgeber und Arbeitnehmer verfolgen verschiedene Interessen: Während der eine Profitmaximierung anstrebt, gehen Beschäftigte arbeiten, um ihren Lebensunterhalt bestmöglich zu bestreiten. Aus diesem Interessengegensatz entstehen Konflikte: Wie viel von "seinem" Kuchen ist der Arbeitgeber bereit, abzugeben?

Einzelne Beschäftigte können in aller Regel Entgelthöhe und Arbeitsbedingungen nicht nach ihren Wünschen verhandeln. Meist liegt ein Machtgefälle zugunsten des Arbeitgebers vor.

Deshalb schließen sich Beschäftigte zu Selbsthilfegemeinschaften, zu Gewerkschaften, zusammen, die wiederum Tarifverträge mit den Arbeitgebern aushandeln. Denn erst mit der Macht von Vielen kann auf Augenhöhe mit dem Arbeitgeber verhandelt werden.

Tarifverträge setzen Mindeststandards für die wichtigsten Arbeitsbedingungen fest: Löhne, Gehälter, Ausbildungsvergütungen, Arbeitszeit, Urlaub und Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, Kündigungsfristen und vieles andere. Dadurch wird auch die Konkurrenz der Beschäftigten untereinander auf dem Arbeitsmarkt minimiert.

Auch Arbeitgeber profitieren: Tarifverträge haben eine Kartellfunktion und schaffen dadurch einheitliche Wettbewerbsbedingungen bei den Arbeitskosten. Sie bieten Betrieben eine gesicherte Planungs- und Kalkulationsgrundlage. Tarifgebundene Betriebe sind bei Bewerbern beliebter, das Betriebsklima ist besser.

Freiwillig wollen aber die wenigsten Arbeitgeber etwas von "ihrem" Kuchen abgeben. Warum sollten sie auch?

Wer also mehr will, muss etwas tun: Mitglied werden!

Nur da, wo ein Großteil der Beschäftigten Mitglied einer Gewerkschaft ist, gibt es gute Arbeitsbedingungen durch Tarifverträge.

Letzte Änderung: 16.02.2018