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IG Metall Pforzheim

IG Metall Geschäftsstelle Pforzheim



Fest zum Frauentag 2017 in Pforzheim

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07.03.2017 IG Metall setzt sich für Gleichstellung ein: 365 Tage im Jahr

Anlässlich des Internationalen Frauentages 2017 hat die IG Metall das Recht auf befristete Teilzeit und ein Rückkehrrecht in Vollzeit gefordert. "Die Ergebnisse unserer aktuellen Betriebsrätebefragung machen den Bedarf deutlich: in rund 70% der Betriebe in Pforzheim und im Enzkreis reduzieren Beschäftigte ihre Arbeitszeit wegen Kinderbetreuung. Hier sind Regelungen notwendig, damit Arbeitszeiten nach Phasen der Reduzierung wieder problemlos bis zur Vollzeit aufgestockt werden können", fordert. Die 1. Bevollmächtigte der IG Metall Pforzheim, Liane Papaioannou anlässlich des Frauentags.

Auch Wochenendarbeit ist ein Hindernis für die Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Privatleben. Die Befragung der IG Metall habe ergeben, dass in vier von fünf Betrieben gelegentlich am Wochenende gearbeitet werde.

Staatliche Instrumente wie Elterngeld und Elternzeit förderten die Partnerschaftlichkeit. Allerdings sei die Erwerbsarbeitszeit von Frauen und Männern auch im 21. Jahrhundertsehr ungleich verteilt. Frauen arbeiteten überwiegend in Teilzeit und stemmten zusätzlich den Großteil der Hausarbeit. Auch deshalb setzen sich Betriebsrätinnen und Betriebsräte der IG Metall in den Betrieben dafür ein, dass Teilzeitarbeit nicht zum Nachteil für die Beschäftigten und ihre beruflich Entwicklung wird. Von den 10,3 Millionen Teilzeitbeschäftigten in Deutschland sind über 80 Prozent Frauen. Um zu verhindern, dass diese in die sogenannte Teilzeitfalle geraten, gebe es bereits in einigen Unternehmen Vereinbarungen, die eine befristete Arbeitszeitreduzierung ermöglichen.

"Die Bekämpfung dieser Teilzeitfalle ist ein wichtiges Instrument zur Gleichstellung von Männern und Frauen", sagte die Gewerkschafterin. Das Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit gesetzlich zu regeln, stehe im Koalitionsvertrag und müsse jetzt - ohne weitere Verzögerungen -umgesetzt werden.

Mit Sorge nehme Papaioannou zunehmende Äußerungen rechtspopulistischer Politiker unter anderem in Deutschland, Europa und den USA wahr, die die die Gleichstellung von Frauen und Männern angreifen. Diesem rückwärtsgewandten Denken müsse ein klares Zeichen entgegengesetzt werden: "Gleichstellung ist für uns ganze Arbeit. Das ganze Jahr setzen wir uns in Unternehmen und Politik für gleichberechtige Möglichkeiten von Frauen und Männern ein. Eine rückschrittliche Politik, die Frauen degradiert und dem Slogan "Frauen an den Herd" folgt, hat bei uns/im 21. Jahrhundertkeine Chance", betonte Liane Papaioannou von der IG Metall Pforzheim.

Die IG Metall Frauen in Pforzheim organisieren, wie in den Jahren zuvor, gemeinsam mit dem Deutschen Gewerkschaftsbunds das Fest zum internationalen Frauentag im Bürgerhaus Buckenberg-Haidach. In diesem Jahr steht das Fest am 11.März 2017 um 19.00 Uhr unter dem Motto "Wir verändern" Vorbild Lina Kant aus Pforzheim statt.

Neben der Darstellung der Biographie Lina Kant "Gewerkschafterin im Widerstand gegen die Nazis" von Brigitte Brändle gibt es eine Talkrunde "Frauen schaffen Zukunft" mit Julika Bauer (SPD), Kathrin Lechler (Bündnis 90/Die Grünen), Milan Kopriva (Die Linke), Margarete Schaefer (CDU) und Generationenvertreterinnen Sabine Mann (verdi) und Ilse Kästner (IG Metall). Moderiert wird die Runde von Susanne Nittel (DGB) & Liane Papaioannou (IG Metall).

Umrahmt wird das Programm durch das Kabarett Frauengold, zahlreiche Infostände und gemütlichem Austausch bei einem selbstgemachten Buffet.

Anhang:

Internationaler Frauentag 201

Internationaler Frauentag 201

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Letzte Änderung: 07.03.2017


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